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Dem Spargel auf der Spur bei Erika & Hans Ruepp Gemüseanbau

Aktualisiert: 5. Mai

Im Hofladen von Erika & Hans Ruepp herrscht Hochbetrieb als ich ankomme. Leute fragen nach Zwiebelschalen, um ihre Ostereier zu färben und wuseln um uns herum, kaufen frisches Brot, Rüben, Salat. Der Direktverkauf läuft, bestätigt Hans Ruepp, ihr Gemüse und Obst verkaufen sie nebst ihrem eigenen Hofladen in Biel-Benken noch auf drei verschiedenen Märkten im Baselbiet.



Bauer Hans Ruepp

«Normen haben wir im Direktverkauf fast keine. Vom Kleinsten bis zum Grössten wird alles verkauft, das ist ein grosser Vorteil, denn in der Natur wächst nicht alles genau gleich gerade oder schön und der Anteil an verkaufsfähiger Ware ist natürlich viel grösser bei uns»


Eine Zeit lang hätten sie auch an Grossverteiler verkauft, erzählt Ruepp, doch er schätzt nun die Freiheit, die der Direktverkauf mit sich bringt. «Man ist einfach an viel weniger enge Richtlinien bezüglich Gemüsegrösse und -aussehen gebunden, kriegt mehr seiner Produktion verkauft und befindet sich nicht in einem harten Preiskampf mit den Grossverkäufern», sagt Ruepp.


Als Konsequenz achtet er darauf, eine grosse Vielfalt an Gemüse anzubauen, sodass er in seinem Direktverkauf eine breite Palette an Gustos abdecken kann. Im Moment testet er lila Spargeln, die nun bereits in ihrem zweiten Jahr sind und nächstes Jahr zum ersten Mal geerntet und probiert werden können.


Als er mich später mit auf die Felder nimmt, erklärt er mir, dass die Maschinen, die sie für den Ackerbau verwenden, geteilt werden. So besitzen sie grundsätzlich zu Dritt so eine Maschine, kaufen sie gemeinsam und jeder zahlt seinen Teil. Auch die anfallenden Ersatzteil- und Reparaturkosten tragen die verschiedenen Beteiligten gemeinsam. Zudem sind Erika & Hans Ruepp Teil einer Maschinengemeinschaft, an der alle Landwirte im Dorf beteiligt sind. Grössere Maschinen werden gemeinschaftlich angeschafft und für einen bestimmten Betrag ausgeliehen. Richtig zukunftsträchtig finde ich dieses Modell des «Ausleihens und nicht Besitzens» sowie des Teilens. Ich glaube das guck ich mir gleich für die walther bistrobar&buvette ab!


Später zeigt mir Ruepp die Spargeln dann auch noch direkt auf einem seiner Felder, eines, das – Achtung – bereits in Frankreich liegt, da es sich links vom Grenzstein befindet, der zwischen seinen Feldern liegt. Und tatsächlich, dort spriessen die lila Spargelspitzen gegen die Sonne, ganze 5 Zentimeter wüchsen diese an einem sonnigen Tag, meint Ruepp und strahlt mit seinem grünen T-Shirt und der wärmenden Aprilsonne um die Wette.



walther arbeitet mit Erika & Hans Ruepp Gemüseanbau zusammen, um in der bistrobar&buvette wenn immer möglich nur regionales, saisonales und frisches Gemüse zu servieren. Dafür ist ihr Gemüseanbau ein verlässlicher Partner und dafür fahre ich auch bis nach Biel-Benken, um die bunte Vielfalt an Gemüse & Obst höchstpersönlich abzuholen.


Na dann, auf dass die lila Spargeln spriessen!


walther.



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